Jungenschaft und Hag Hohenstaufen


Altenburg/Thüringen

Bundeslilie des DPB
Wappen der Jungenschaft Hohenstaufen (Altenburg)
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Geschichte der Jungenschaft und des Hags

Unser Bund wurde nach dem Krieg von Michael in Berlin aus den Resten der früheren Pfadfinderbünde neu gegründet. Als Name wurde "Deutscher Pfadfinderbund" gewählt, so hieß auch der erste Pfadfinderbund Deutschlands. Die alliierte Kommandatur erteilte Michael 1947 die Genehmigung zu dieser Neugründung, erlaubte jedoch die Bezeichnung "Pfadfinder" zunächst nicht und machte die Auflage, dass die Tätigkeit des neuen Bundes auf Berlin beschränkt blieb. Beide Einschränkungen erledigten sich, als die Pfadfindergruppen im Sowjetischen Sektor Berlins zwangsaufgelöst wurden. Michael starb 1959, sein Nachfolger als Bundesvogt wurde Grym danach Sim. Am Ende der fünfziger Jahre hatte unser Bund in Berlin zwei große Gruppen: die Bundesmark "Franz von Sickingen", aus der der Gau "Wartburg" hervorging, sowie den Ring und die Mädelschaft "Alemannen" - unsere Gruppenvorfahren. Die "Sickinger" waren vorwiegend im Norden Berlins beheimatet, die "Alemannen" mehr in den südlichen Bezirken.

1960 gab es ein schweres Unglück, der Ringvogt Gest verunglückte tödlich. Der Ring wurde nunmehr führerlos, doch die einzelnen Gruppen existierten weiter. Die wichtigsten von diesen schlossen sich 1962 zur "Brandenburgischen Jungenschaft" zusammen, Jungenschaftsführer wurde Acker. Die Mädelschaft löste sich leider auf und wurde erst später als "Hag Hohenstaufen" wieder formiert. Natürlich hatten die Alemannen auch einen Älterenkreis, einen Konvent. Dieser führte den Namen "Blaue Pferde", so genannt nach dem Wappen des Ringes Alemannen, der ein blaues Pferd auf goldenem Grunde zeigte. Der Konventmeister hatte den schönen Fahrtennamen. Das Schicksal wollte es, dass sowohl Acker als auch Gurke fast im gleichen Jahr heirateten und ihre Aufgabe als Führer nicht mehr wahrnehmen konnten. So wurde Peter 1963 Jungenschaftsführer und 1964 Kollegiumssprecher. Der Konvent - die Älterengemeinschaft - war kleiner geworden und hatte nur noch den Status eines Kollegiums.

Der Wirtschaftliche Aufschwung seit 1960 brachte es mit sich, dass überall Arbeitskräfte gesucht wurden, auch sehr oft Schüler zur Aushilfe. Viele machten von dieser Möglichkeit gebrauch, so dass die Bereitschaft zu ehrenamtlicher Tätigkeit rapide abnahm - und nicht nur bei den Pfadfindern. Dazu kam, dass die Eltern jetzt mehr Urlaub hatten und auch mehr Geld verdienten. Diese erfreuliche Entwicklung machte den Pfadfindern allerdings zu schaffen: die Familien verreisten jetzt fast alle in den Sommerferien und wollten ihre Kinder bei sich haben. Da die Sommerfahrt aber ein zentrales und unverzichtbares Anliegen der Pfadfinder ist, mussten die Eltern ihre Reise kürzen und die Urlaubstermine mit den Pfadfindern abstimmen. Dazu waren natürlich nicht alle bereit und die Zahl der Pfadfinder verringerte sich erheblich. Hinzu kam, dass es weniger Kinder gab.

Trotzdem: für unsere Gruppe waren die Jahre von 1967 bis 1974 - die Amtsperiode des Bundesvogts Sim - eine besonders glückliche und erfolgreiche Zeit. Die Sommerfahrten (oder Sommerlager) führten uns vorwiegend in den fränkischen Raum und dabei besonders oft in die ehemaligen thüringischen Gebiete um Coburg und Königsberg in Bayern. Dabei waren auch die politischen Verhältnisse zu berücksichtigen, wir Berliner mussten uns an den Autobahnendpunkt Hirschberg-Rudolfstein halten.

Kein Wunder, dass wir bei unseren häufigen Besuchen in Coburg und Königsberg für unsere Gruppe auch dort Pfadfindergruppen aufbauten. Dadurch wurden wir größer und uns konnten 1970 zum "Ring Hohenstaufen" ausrufen. Auch die Mädelgruppe wurde als "Hag Hohenstaufen" wieder aufgebaut. Wir standen natürlich in ständigem Wettstreit mit anderen Pfadfindern, auch aus unserem Bund. Inzwischen hat sich durch die Wiedervereinigung die Lage insoweit verändert, dass wir seit 1997 mit dem Gruppenaufbau in Thüringen begannen. In diesem Jahr übernahm Chrischi das Amt des Ringvogtes als Nachfolger von Peter. Chrischi und seine Frau hatten sich bei Altenburg einen Bauernhof gekauft, der nunmehr Mittelpunkt unserer Pfadfindergruppe wurde und jetzt stammen die meisten "Hohenstaufen" aus dem thüringischen Altenburg. Dieser Neuaufbau zehrte jedoch an unseren Kräften, so dass wir den Status eines Ringes nicht halten konnten. Seit 2006 sind wir nunmehr die "Jungenschaft Hohenstaufen". Pech, eine Jungenschaft dieses Namens gibt es auch im Rheinland. Doch das tut der Freundschaft keinen Abbruch. Am "Hag Hohenstaufen" hat sich nichts geändert, Führerin ist Sandi.




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Zuletzt geändert: 24. Mai 2018